Flugangst verstehen

Wieder entspannt fliegen

Fliegerische Erfahrung und psychologische Begleitung aus einer Hand.

Nicht jeder erlebt Flugangst gleich

Flugangst wird sehr unterschiedlich erlebt. Für manche beginnt die Anspannung bereits bei der Buchung eines Fluges, für andere erst beim Einsteigen, bei Turbulenzen oder dem Gefühl, nicht einfach aus der Situation herauszukönnen.

Manche Menschen würden ihre Reaktion als Flugangst bezeichnen, andere sprechen eher von Nervosität, Unwohlsein oder einem starken Kontrollbedürfnis. Gemeinsam ist ihnen, dass das Fliegen zunehmend Energie kostet und die eigene Freiheit einschränken kann.

In meinen Coachings und Seminaren zeigt sich immer wieder, dass hinter Flugangst selten nur das Fliegen selbst steht. Jeder Mensch bringt seine eigene Geschichte, seine eigenen Erfahrungen und seine eigene Art mit, mit Unsicherheit umzugehen.

Deshalb gibt es aus meiner Sicht auch keine pauschale Lösung für Flugangst. Der erste Schritt besteht darin, das eigene Erleben besser zu verstehen.

Captain im Kopf

Viele Menschen versuchen ihre Flugangst loszuwerden, zu bekämpfen oder zu kontrollieren. Paradoxerweise wird das, was wir unbedingt nicht erleben möchten, dadurch oft noch präsenter.

In meiner Arbeit verstehe ich Angst nicht als Gegner, sondern als einen sinnvollen Teil unseres inneren Systems. Angst entsteht nicht, weil mit uns etwas falsch ist, sondern weil unser Organismus versucht, mit einer Situation umzugehen, die als bedeutsam, unsicher oder bedrohlich erlebt wird.

Deshalb geht es in meinen Coachings und Seminaren nicht in erster Linie darum, angstfrei zu werden. Es geht darum, die Angst besser zu verstehen, ihr mit weniger Widerstand zu begegnen und einen Umgang mit ihr zu entwickeln, der wieder mehr Freiheit ermöglicht. Ziel ist es das Gefühl zu integrieren.

Der Name „Captain im Kopf“ beschreibt genau diese Idee. Im Cockpit geht es nicht darum, schwierige Bedingungen verschwinden zu lassen. Es geht darum, auch dann handlungsfähig zu bleiben, wenn sie auftreten. Ähnlich verstehe ich die Arbeit mit Flugangst: nicht als Kampf gegen das eigene Erleben, sondern als Entwicklung eines neuen Umgangs damit.

Welcher Weg passt zu mir?

Flugangst wird sehr unterschiedlich erlebt. Manche Menschen wünschen sich einen schnellen und konzentrierten Einstieg, andere möchten ihre Flugangst über einen längeren Zeitraum verstehen und bearbeiten. Wieder andere profitieren von der Arbeit in einer kleinen Gruppe.

Deshalb biete ich verschiedene Wege an, die sich in Umfang und Intensität unterscheiden.

Flugangst kompakt

Ein konzentriertes 2,5-stündiges Coaching für Menschen mit einem konkreten bevorstehenden Flug oder dem Wunsch nach einem schnellen Einstieg.

Gemeinsam betrachten wir die persönlichen Auslöser, ordnen das Erleben ein und entwickeln erste praktische Strategien für einen neuen Umgang mit Flugangst und Flugnervosität.

Für viele Menschen ist dies ein guter erster Schritt, um wieder mehr Sicherheit und Selbstwirksamkeit zu erleben.

Einzelcoaching

Flugangst ist nicht immer nur Flugangst. Manchmal stehen dahinter persönliche Erfahrungen, starke Kontrollbedürfnisse, belastende Lebenssituationen oder andere Ängste.

Im Einzelcoaching entsteht Raum, diese Zusammenhänge genauer zu verstehen und individuelle Wege im Umgang mit ihnen zu entwickeln.

Dauer und Umfang richten sich nach Deinem Anliegen und Deinem Tempo.

Flugangstseminar

Das zweitägige Flugangstseminar verbindet psychologisches Verständnis, Selbsterfahrung, Austausch in einer kleinen Gruppe und praktische Erfahrungen im Flugsimulator.

Die Teilnehmenden lernen Flugangst besser zu verstehen, typische Auslöser einzuordnen und neue Handlungsmöglichkeiten im Umgang mit ihrem Erleben zu entwickeln.

Das Seminar findet in Kooperation mit dem Hamburger Institut für Systemlösungen sowie Airborne Flight Simulation oder Flugsimulator.com statt.

Falls Du einen Einstieg in das Thema suchst, geht es hier zu einem PDF.

Über mich

Seit vielen Jahren arbeite ich im Cockpit großer Verkehrsflugzeuge und begleite gleichzeitig Menschen in psychologischen Veränderungsprozessen.

Was mich an beiden Welten fasziniert, ist weniger die Frage, wie Probleme möglichst schnell verschwinden, sondern wie Menschen auch in herausfordernden Situationen wieder handlungsfähig werden können.

Mein Menschenbild ist dabei einfach: Jedes Verhalten macht Sinn. Auch Flugangst ist zunächst kein Fehler, sondern der Versuch unseres Organismus, mit Unsicherheit, Kontrollverlust oder einer als bedrohlich erlebten Situation umzugehen.

Deshalb geht es in meiner Arbeit nicht darum, Angst zu bekämpfen. Es geht darum, sie besser zu verstehen, ihr mit weniger Widerstand zu begegnen und neue Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln.

Dabei verbinde ich die Perspektive aus dem Cockpit mit systemischer und psychologischer Arbeit – fachlich fundiert, menschlich und gerne auch mit einer Prise Humor.